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Sommer

Baden mit Hund: die schönsten Hundestrände und die wichtigsten Regeln

Ratgeber · 7 Min. · Stand Juli 2026
A black dog swimming in a vibrant blue pool, showcasing pet aquatic joy.
Foto: Mia Vargas / Pexels

Ein heisser Julitag, das Thermometer klettert über 30 Grad, und dein Hund hechelt schon nach der ersten kleinen Runde. Nichts liegt näher als ein Sprung ins kühle Nass – für viele Hunde ist Schwimmen das Highlight des ganzen Sommers. Nur ist es leider nicht ganz so einfach wie bei uns Menschen. Wo darf dein Hund überhaupt ins Wasser? Was ist mit Blaualgen, mit der Strömung, mit den strengen Regeln in der Badi? Hier bekommst du den Überblick, damit der Badetag für euch beide entspannt bleibt.

Badi: Warum Hunde im Sommer meist draussen bleiben

In der Badesaison – grob von Mai bis September – sind Hunde in den allermeisten öffentlichen Badis und Strandbädern verboten. Das hat mit Hygiene und mit den vielen Gästen zu tun, und daran wirst du wenig ändern. Die gute Nachricht: Ausserhalb der Saison, also etwa von Oktober bis April, drücken viele Badis ein Auge zu und tolerieren Hunde am Wasser. Manche Anlagen veranstalten am letzten Öffnungstag sogar ein richtiges Hundeschwimmen, bevor das Becken für den Winter geleert wird – für wasserverrückte Hunde ein kleines Fest. Ausgewiesene Hundestrände sind in der Schweiz dagegen eine echte Rarität. Genau deshalb lohnt sich eine Karte, auf der die erlaubten Stellen gesammelt sind, statt ratlos am gesperrten Ufer zu stehen.

A golden retriever joyfully swims in a lake, retrieving a ball on a sunny day.

Wo dein Hund wirklich ins Wasser darf

Zum Glück gibt es sie, die Plätze, an denen Hunde ausdrücklich willkommen sind – über die ganze Schweiz verteilt. Ein paar der beliebtesten, nach Region sortiert:

Bodensee

Der Klassiker im Osten ist Altnau im Thurgau, der wohl bekannteste Hundestrand am ganzen Bodensee. Rund um Kreuzlingen, Rorschach und Arbon findest du weitere Abschnitte mit Hundebereichen. Der See wird im Hochsommer angenehm warm – ideal für Hunde, die lieber gemütlich waten als kopfüber tauchen.

Rund um Zürich

In der Stadt Zürich liegt die Werdinsel an der Limmat, ein beliebter Treffpunkt, an dem Hunde ins Wasser dürfen. Etwas ruhiger geht es am Katzensee am Stadtrand zu, und im Zürcher Oberland bietet der Greifensee bei Uster einen Hundebereich. Alle drei sind mit dem ÖV gut erreichbar – praktisch, wenn du kein Auto hast.

Tessin

Wer den Süden liebt: Der Lido Ascona hat seit 2026 einen eigenen Hundestrand – eine schöne Neuerung am Lago Maggiore. Dazu kommen weitere Uferstellen am Lago Maggiore und am Luganersee, etwa bei Caslano. Warmes Wasser, südländische Stimmung, Palmen – hier fühlt sich der Badetag fast wie Ferien an.

Genfersee und Neuenburgersee

Am Genfersee dürfen Hunde an mehreren Stränden baden: an der Plage d'Allaman, an der Plage de la Falaise bei Gland und in Préverenges. Am Neuenburgersee gibt es in Cheyres und in Yvonand ausgewiesene Hundebereiche – oft mit flachen Uferzonen, in denen auch unsichere Schwimmer Boden unter den Pfoten behalten.

Und sonst?

In Basel ist der St. Alban-Rheinweg ein bekannter Einstieg in den Rhein. Und in Graubünden lockt der kleine, klare Canovasee bei Rhäzüns. Das ist längst nicht alles – auf der Karte findest du laufend weitere Stellen in deiner Nähe.

A dog joyfully swimming in a calm river with sunlight reflections in Durbuy, Belgium.

Blaualgen: die eine Gefahr, die du ernst nehmen musst

Wenn du dir aus diesem Text nur eine Sache merkst, dann diese: Blaualgen. Dahinter stecken eigentlich Cyanobakterien, die sich in warmem, stehendem und nährstoffreichem Wasser massenhaft vermehren können – typischerweise im Hoch- und Spätsommer. Für Hunde kann das lebensgefährlich werden, denn eine Vergiftung mit Cyanobakterien verläuft oft erschreckend schnell. Und Hunde sind besonders gefährdet: Sie schlucken beim Schwimmen Wasser und lecken sich danach das Fell ab.

Lass deinen Hund gar nicht erst ins Wasser, wenn dir eines dieser Zeichen auffällt:

  • das Wasser sieht trüb und grünlich aus, fast wie verdünnte Farbe
  • auf der Oberfläche liegt ein bläulicher Schleier oder eine Art Ölfilm
  • am Ufer hat sich ein grüner Teppich oder grüne Schlieren gebildet
  • die Gemeinde oder der Kanton hat eine Warnung aufgehängt

Im Zweifel gilt: lieber sein lassen. Ein anderer Badeplatz oder ein anderer Tag ist immer die bessere Wahl als ein Notfall in der Tierklinik.

A Labrador Retriever gracefully swimming in the calm waters of Ammersee, Bavaria, Germany.

Flüsse: kalt, schön – und oft unterschätzt

Aare, Rhein, Reuss und Limmat sind wunderbare Sommerflüsse, aber sie haben es in sich. Das Wasser ist auch im Hochsommer kalt, und die Strömung ist stärker, als sie vom Ufer aus wirkt. Lass nur wirklich sichere Schwimmer ins fliessende Wasser, und schau dir vorher genau an, wo dein Hund wieder herauskommt – gerade an verbauten oder steilen Ufern ist der Ausstieg oft viel weiter weg, als man denkt. Unterschätz die Strömung nie: Was für dich ein gemütliches Treibenlassen ist, kann einen kleineren Hund einfach abtreiben. Bleib in Ufernähe, halt deinen Hund im Blick und ruf ihn lieber einmal zu früh zurück als einmal zu spät.

A golden retriever gracefully swimming in the water, showcasing its natural love for adventure and the outdoors.

Nach dem Baden: Ohren, abspülen, Pausen

Nach dem Planschen kommt die kurze Pflege, und die ist schnell gemacht. So sieht eine gute Routine aus:

  • Abspülen: den Hund mit klarem Wasser abbrausen, vor allem nach See oder Fluss – das holt Algen und Bakterien aus dem Fell und beugt Hautreizungen vor.
  • Ohren trocknen: gerade bei Schlappohren staut sich Feuchtigkeit schnell, und daraus wird leicht eine schmerzhafte Ohrentzündung.
  • Frisches Wasser anbieten: damit dein Hund seinen Durst nicht aus dem See stillt.
  • Pausen einbauen: Hunde, die immer wieder nach dem Ball oder dem Wasserstrahl schnappen, schlucken erstaunlich viel Wasser. Das kann den Salzhaushalt gefährlich durcheinanderbringen – diese sogenannte Wasservergiftung ist selten, aber ernst.

Und weil in stehendem Wasser Leptospirose lauern kann, hältst du am besten den Impfschutz deines Hundes aktuell. Frag im Zweifel deine Tierärztin, was für deinen Hund und eure Badegewohnheiten sinnvoll ist.

A dalmatian dog swimming towards its owner in a blue swimming pool.

Rücksicht: Schilf, Naturschutz und andere Badegäste

Ein See gehört nicht nur uns und unseren Hunden. Schilfgürtel und ausgewiesene Naturschutz- oder Vogelschutzzonen sind tabu – dort brüten Vögel, und ein stöbernder Hund richtet in wenigen Minuten grossen Schaden an. Halte deinen Hund an belebten Stränden und auf dem Weg durch die Badi-Anlage an der Leine, auch wenn er noch so brav ist; nicht jeder Gast mag Hunde, und nicht jeder Hund mag Gedränge. Und das Selbstverständlichste zum Schluss: Kotsäckli mit, Häufchen weg – am Wasser genauso wie überall sonst.

Nicht jeder Hund ist eine Wasserratte

Zum Schluss das Wichtigste über deinen eigenen Hund: Nicht jeder liebt das Wasser. Manche Hunde sind geborene Schwimmer, andere gehen höchstens bis zum Bauch – und das ist völlig in Ordnung. Wirf einen Hund niemals ins Wasser und zwing ihn zu nichts. Lass ihn in seinem Tempo herangehen, lock ihn mit einem Spielzeug oder geh im Flachwasser einfach voraus, damit er dir nachkommen kann. Wenn er am Ende lieber am Ufer buddelt, statt zu schwimmen, hat er trotzdem einen wunderbaren Tag gehabt. Zwang erzeugt nur Angst vor dem Wasser, und die sitzt dann lange.

Die schönsten Badestellen findest du gesammelt auf unserer Übersicht der Hundestrände, und alle Ausflugsziele mit Hund gibt es auf der Orte-Karte. Wenn du den Sommer lieber in den Bergen verbringst, wirf auch einen Blick in unseren Ratgeber zum Wandern mit Hund.

Hinweis: Dieser Ratgeber bietet allgemeine Orientierung und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung oder Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen oder im Notfall wende dich bitte an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.

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