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Westfälische Dachsbracke – Hunderasse
Westfälische Dachsbracke – HunderasseWestfälische Dachsbracke – Hunderasse
📷 Stute.s (CC BY-SA 3.0) · Donar15 (CC BY-SA 4.0) · Westfälische-dachsbracke.JPG (CC BY-SA 3.0) · Wikimedia Commons

Westfälische Dachsbracke

FR Basset de Westphalie
FCI 6 · Nr. 100
Die Westfälische Dachsbracke ist die kurzläufige, kleine Schwester der Deutschen Bracke und stammt aus Westfalen. Trotz ihrer niedrigen Beine ist sie eine feinnasige, ausdauernde Jägerin mit klangvollem Spurlaut. Munter und freundlich, verbindet sie jagdliche Passion mit einem umgänglichen Wesen.
Grösse
Klein
Widerristhöhe
30–38 cm
Gewicht
10–15 kg
Lebenserwartung
~10–13 Jahre
Fell
Kurz, dicht, dreifarbig
Herkunft
Deutschland (Westfalen)
FCI
FCI 6 · Nr. 100

🧠 Wesen & Charakter

Die Westfälische Dachsbracke ist munter, ausdauernd und trotz kurzer Beine erstaunlich leistungsfähig. Auf der Fährte zeigt sie sich passioniert und lautfreudig, im Alltag freundlich, anhänglich und ausgeglichen. Sie ist intelligent, aber auch eigenwillig und folgt ihrer Nase mit Hingabe. Ihrer Familie gegenüber ist sie zugewandt und gesellig.

📜 Herkunft & Geschichte

Die Westfälische Dachsbracke entstand in Westfalen aus der Deutschen Bracke, indem man kurzläufige, dackelähnliche Hunde einkreuzte, um eine niedrige, wendige Bracke für die Stöberjagd zu erhalten. Bereits im 19. Jahrhundert war sie in ihrer Heimat als handlicher Jagdhund für das Niederwild beliebt. Sie behielt den feinen Spursinn der Bracke, brachte ihn aber in einem kompakteren Körper unter. Bis heute ist sie eine seltene, überwiegend jagdlich geführte Rasse.

✂️ Pflege, Haltung & Erziehung

Das kurze, dichte Fell der Westfälischen Dachsbracke ist unkompliziert und braucht nur gelegentliches Bürsten. Trotz kurzer Beine hat sie einen beachtlichen Bewegungsbedarf, den lange Spaziergänge und vor allem Nasenarbeit decken. Wegen ihres langen Rückens sollte man Übergewicht sowie häufiges Treppensteigen und Springen vermeiden, um die Wirbelsäule zu schonen. Sie ist gelehrig, aber eigenständig, weshalb Geduld und ein früh geübter Rückruf wichtig sind.

🩺 Gesundheit

Die Westfälische Dachsbracke ist grundsätzlich robust und erreicht ein Alter von etwa zehn bis dreizehn Jahren. Wegen ihres verlängerten Rückens ist auf die Wirbelsäule zu achten, da Bandscheibenprobleme ein Thema sein können, ähnlich wie bei anderen kurzläufigen Rassen. Ein schlankes Gewicht und rückenschonende Bewegung beugen vor. Seriöse Züchter wählen gesunde Elterntiere mit guter Anatomie aus.

🏡 Für wen ist die Rasse geeignet?

Die Westfälische Dachsbracke ist vor allem ein Jagdhund und passt am besten zu aktiven Menschen oder Jägern, die ihren Nasen- und Bewegungsdrang bedienen. In einem aktiven Zuhause kann sie durchaus ein umgänglicher Familienhund sein, sofern sie ausreichend beschäftigt wird. Für eine reizarme Wohnungshaltung ohne Auslastung ist sie ungeeignet. In der Schweiz ist sie selten und findet vorrangig bei Jägern ein passendes Zuhause.

❓ Häufige Fragen

Ist die Westfälische Dachsbracke ein Dackel?
Nein. Sie ist eine eigenständige, kurzläufige Bracke, die aus der Deutschen Bracke hervorging, auch wenn sie im Körperbau an den Dackel erinnert.
Muss man beim Rücken besonders aufpassen?
Ja. Wegen des langen Rückens sollte man Übergewicht sowie häufiges Springen und Treppensteigen vermeiden.
Wie viel Bewegung braucht sie?
Trotz kurzer Beine viel: Lange Spaziergänge kombiniert mit Nasenarbeit halten sie körperlich und geistig fit.

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