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Pekingese – Hunderasse
Pekingese – HunderassePekingese – Hunderasse
📷 Hugo.arg (CC BY-SA 4.0) · SheltieBoy (CC BY 2.0) · Hugo.arg (CC BY-SA 4.0) · Wikimedia Commons

Pekingese

FR Pékinois · IT Pechinese
FCI 9 · Nr. 207
Der Pekingese ist ein kleiner, würdevoller Begleithund mit üppigem Mähnenhaar und dem selbstbewussten Auftreten eines kleinen Löwen. Am chinesischen Kaiserhof galt er über Jahrhunderte als heiliges Tier und Statussymbol. Hinter dem majestätischen Äusseren steckt ein treuer, eigenwilliger Charakter mit erstaunlich viel Selbstbewusstsein.
Grösse
Klein
Widerristhöhe
15–23 cm
Gewicht
3,6–5 kg
Lebenserwartung
~12–14 Jahre
Fell
Lang, gerade, üppig mit Mähne
Herkunft
China
FCI
FCI 9 · Nr. 207

🧠 Wesen & Charakter

Der Pekingese ist würdevoll, mutig und ausgesprochen eigensinnig, dabei aber treu und liebevoll zu seinen Menschen. Er bindet sich meist eng an eine Bezugsperson und wirkt fast katzenhaft unabhängig. Fremden gegenüber ist er reserviert und ein aufmerksamer Melder, ohne aufdringlich zu sein. Seine löwengleiche Selbstsicherheit verlangt eine geduldige, einfühlsame Erziehung ohne Zwang.

📜 Herkunft & Geschichte

Der Pekingese ist eine der ältesten Hunderassen Chinas und wurde als «Löwenhund» am kaiserlichen Hof gezüchtet, wo er ausschliesslich dem Adel vorbehalten war. Die kleinsten Exemplare, die sogenannten Ärmelhunde, wurden in den weiten Ärmeln der Gewänder getragen. Erst nach der Plünderung des Sommerpalastes 1860 gelangten einige Tiere nach England, wo Königin Victoria die Rasse bekannt machte. Von dort verbreitete sich der Pekingese als exklusiver Gesellschaftshund über die ganze Welt.

✂️ Pflege, Haltung & Erziehung

Das lange, dichte Doppelhaar des Pekingese verlangt regelmässiges, am besten tägliches Bürsten, um Verfilzungen vorzubeugen. Besonders die Hautfalten und der Bereich um die Augen müssen sauber und trocken gehalten werden. Der Bewegungsbedarf ist gering, doch gemütliche Spaziergänge bei kühler Witterung sind wichtig; Hitze und Anstrengung sind wegen der kurzen Nase zu meiden. Er ist intelligent, aber eigenwillig, weshalb liebevolle Konsequenz und kurze, abwechslungsreiche Trainingseinheiten am besten funktionieren.

🩺 Gesundheit

Der Pekingese ist eine stark kurzköpfige Rasse und leidet dadurch häufig unter erheblicher Atemnot, Augengeschwüren und -vorfällen, Problemen der Hautfalten sowie ausgeprägter Hitzeempfindlichkeit. Auch Bandscheibenprobleme kommen wegen des langen Rückens vor; die Lebenserwartung beträgt etwa zwölf bis vierzehn Jahre. Verantwortungsvolle Züchter selektieren auf eine freiere Atmung, gesündere Augen und ein moderateres Gesicht und lassen ihre Zuchttiere entsprechend untersuchen. In der Schweiz gelten übertriebene Merkmale, die Leiden verursachen, als Qualzucht, weshalb die sorgfältige Wahl der Herkunft besonders wichtig ist.

🏡 Für wen ist die Rasse geeignet?

Der Pekingese passt zu ruhigen Haushalten, Senioren und Menschen, die einen würdevollen, unabhängigen Begleiter schätzen. Als klassischer Wohnungshund braucht er wenig Auslauf, dafür viel Nähe und eine geduldige Hand bei der Erziehung. Mit ruhigen, rücksichtsvollen Kindern kommt er zurecht, für turbulente Familien mit kleinen Kindern ist er weniger geeignet. Wer in der Schweiz einen Pekingese sucht, sollte bewusst auf gesundheitsorientierte Zucht achten und die klimatischen Grenzen der Rasse ernst nehmen.

❓ Häufige Fragen

Verträgt der Pekingese Hitze?
Nein, wegen seiner kurzen Nase und dem dichten Fell ist er sehr hitzeempfindlich und sollte an heissen Tagen kühl und ruhig gehalten werden.
Ist der Pekingese leicht zu erziehen?
Er ist intelligent, aber eigensinnig; mit Geduld, Humor und liebevoller Konsequenz gelingt die Erziehung, Zwang ist kontraproduktiv.
Wie aufwendig ist die Fellpflege?
Das lange Doppelhaar sollte möglichst täglich gebürstet werden, und die Falten sowie die Augenpartie brauchen regelmässige Reinigung.

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