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Hokkaido – Hokkaido Inu 3
Hokkaido – Hokkaido Inu 4Hokkaido – Hokkaido 01
📷 Midori (CC BY 3.0) · Midori (CC BY 3.0) · Magdalena Niemiec (CC BY-SA 3.0) · Wikimedia Commons

Hokkaido

FCI 5 · Nr. 261
Der Hokkaido ist ein urtümlicher japanischer Jagd- und Bärenhund, der einst den Ainu, den Ureinwohnern der Insel Hokkaido, treu zur Seite stand. Robust, mutig und tief mit seinem Menschen verbunden, verkörpert er den ursprünglichen Charakter der japanischen Naturrassen.
Grösse
Mittel
Widerristhöhe
46–52 cm
Gewicht
20–30 kg
Lebenserwartung
~12–15 Jahre
Fell
Doppelt, hart; oft blauschwarze Zungenflecken
Herkunft
Japan (Hokkaido)
FCI
FCI 5 · Nr. 261

🧠 Wesen & Charakter

Der Hokkaido ist treu, mutig und ausdauernd, dabei sehr wachsam und stark auf seine Bezugsperson bezogen. Er gilt als ausgeglichener und ruhiger als manch andere japanische Rasse, bringt aber einen selbstbewussten, ursprünglichen Charakter mit. Fremden gegenüber ist er zurückhaltend, seiner Familie jedoch treu ergeben und beschützend. Ein Merkmal ist häufig die blauschwarz gefleckte Zunge, ein Zeichen seiner alten Abstammung.

📜 Herkunft & Geschichte

Der Hokkaido, auch Ainu-ken genannt, zählt zu den ältesten Hunderassen Japans und begleitete die Ainu über Jahrhunderte bei der Jagd. Mit ihm stellten die Jäger sogar Bären und Wildschweine – eine Aufgabe, die Mut, Kraft und Ausdauer verlangte. 1937 wurde er in Japan zum Naturdenkmal erklärt; ausserhalb seiner Heimat ist er bis heute sehr selten.

✂️ Pflege, Haltung & Erziehung

Das harte, dichte Doppelhaar des Hokkaido ist an strenge Winter angepasst und verlangt vor allem im Fellwechsel regelmässiges Bürsten. Als ehemaliger Jagdhund braucht er viel Bewegung, Aufgaben und geistige Auslastung, um zufrieden zu sein. Er ist intelligent und lernfähig, aber eigenständig, weshalb eine geduldige, konsequente und respektvolle Erziehung entscheidend ist. Frühe Sozialisierung hilft, seine natürliche Zurückhaltung und seinen Schutzinstinkt zu lenken.

🩺 Gesundheit

Der Hokkaido ist eine robuste, ursprüngliche Rasse mit einer Lebenserwartung von rund 12 bis 15 Jahren. Vergleichsweise selten treten erbliche Augenerkrankungen wie die Collie Eye Anomaly (CEA) auf, für die es Gentests gibt. Verantwortungsvolle Züchter testen ihre Zuchttiere entsprechend und achten auf Hüft- und Kniegesundheit. Insgesamt gilt er als kerngesunder Hund mit wenigen rassetypischen Problemen.

🏡 Für wen ist die Rasse geeignet?

Der Hokkaido eignet sich für aktive, hundeerfahrene Menschen, die seine Ursprünglichkeit und Eigenständigkeit schätzen. Für Anfänger ist er weniger geeignet, da er klare Führung, konsequente Erziehung und Verständnis für seinen Charakter braucht. Er lebt am besten in einem Haus mit gesichertem Garten und viel Zugang zur Natur. In der Schweiz ist er eine echte Rarität und eher etwas für Kenner der japanischen Rassen.

❓ Häufige Fragen

Warum hat der Hokkaido oft eine blauschwarze Zunge?
Die dunklen Zungenflecken sind ein Merkmal seiner sehr alten Abstammung und bei dieser Naturrasse weder eine Seltenheit noch ein Gesundheitsproblem.
Ist der Hokkaido für Anfänger geeignet?
Eher nicht – er ist eigenständig und wachsam und braucht erfahrene Halter mit klarer, konsequenter Führung.
Wie verträglich ist der Hokkaido mit Fremden?
Er ist von Natur aus zurückhaltend gegenüber Fremden, seiner Familie aber treu ergeben; frühe Sozialisierung ist wichtig.

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