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Bullmastiff – Bullmastiff in Riga 4
Bullmastiff – Bullmastiff LotteBullmastiff – Bullmastiff Junghund 1 Jahr
📷 Томасина (CC BY-SA 3.0) · Maja Dumat (CC BY 2.0) · Corpusdigitalis (CC BY-SA 2.0 de) · Wikimedia Commons

Bullmastiff

FCI 2 · Nr. 157
Der Bullmastiff ist ein kraftvoller, ruhiger Wächter aus England, gezüchtet, um Wilderer zu stellen, ohne sie zu verletzen. Hinter seiner beeindruckenden Masse steckt ein selbstsicherer, seiner Familie treu ergebener Hund, der für erfahrene Hände bestimmt ist.
Grösse
Sehr gross
Widerristhöhe
61–69 cm
Gewicht
41–59 kg
Lebenserwartung
~8–10 Jahre
Fell
Kurz, hart und dicht; falb, rot oder gestromt mit dunkler Maske.
Herkunft
Grossbritannien
FCI
FCI 2 · Nr. 157

🧠 Wesen & Charakter

Der Bullmastiff ist ruhig, selbstsicher und seiner Familie treu ergeben – ein sanfter Koloss, der enge Bindung sucht und wenig aus der Ruhe zu bringen ist. Als kraftvoller Wächter ist er mutig und beschützend, jedoch nicht grundlos aggressiv, sondern besonnen und abwartend. Fremden gegenüber ist er zurückhaltend, weshalb frühe Sozialisierung wichtig ist. Er kann eigensinnig sein und braucht daher konsequente, ruhige Führung ohne Härte. Mit Kindern der Familie ist er meist geduldig und liebevoll, doch seine Grösse und Kraft verlangen ständige Aufsicht.

📜 Herkunft & Geschichte

Der Bullmastiff entstand im 19. Jahrhundert in England, als Wildhüter einen Hund brauchten, der Wilderer in den grossen Gütern und Wäldern stellte. Durch die Kreuzung von Mastiff und Bulldogge entstand ein Hund, der schnell, mutig und stark genug war, einen Eindringling zu Boden zu bringen und festzuhalten, ohne zuzubeissen. Er wurde als «Gamekeeper's Night Dog», also Nachthund des Wildhüters, bekannt. Später wandelte er sich vom Arbeitshund zum geschätzten Wach- und Familienhund.

✂️ Pflege, Haltung & Erziehung

Das kurze Fell ist unkompliziert und braucht nur gelegentliches Bürsten; die Gesichtsfalten sollten sauber und trocken gehalten werden. Der Bullmastiff hat einen moderaten Bewegungsbedarf und ist mit täglichen, entspannten Spaziergängen zufrieden – ausgedehnte Belastung, vor allem bei Hitze, ist wegen der etwas verkürzten Schnauze zu vermeiden. Er neigt zum Sabbern und kann schnarchen. Entscheidend ist eine frühe, konsequente und ruhige Erziehung, damit der kräftige Hund von klein auf gut sozialisiert und sicher führbar wird.

🩺 Gesundheit

Der Bullmastiff hat eine relativ kurze Lebenserwartung von rund acht bis zehn Jahren und trägt mehrere ernste Gesundheitsrisiken. Dazu zählen Hüft- und Ellbogendysplasie, die lebensgefährliche Magendrehung, verschiedene Krebsarten wie Lymphome sowie Herzerkrankungen; auch Lidfehlstellungen kommen vor. Verantwortungsvolle Züchter röntgen Hüften und Ellbogen, untersuchen das Herz und wählen Zuchttiere mit gesundem Körperbau und stabilem Wesen. Übergewicht und einseitige Belastung sollten konsequent vermieden werden.

🏡 Für wen ist die Rasse geeignet?

Der Bullmastiff gehört in die Hände erfahrener, ruhiger Halter mit Haus, Platz und dem nötigen Verständnis für einen kraftvollen Wächter. Für Anfänger, sehr kleine Wohnungen oder Menschen mit wenig Zeit für Erziehung ist er nicht geeignet. Sein sanftes Familienwesen macht ihn zu einem liebevollen Begleiter, doch seine Kraft verlangt frühe Prägung und konsequente Führung. In der Schweiz können für grosse Molosser je nach Kanton besondere Vorschriften gelten, was vor der Anschaffung geklärt werden sollte.

❓ Häufige Fragen

Ist der Bullmastiff ein guter Wachhund?
Ja, er ist von Natur aus ein ruhiger, mutiger Wächter, der durch seine Präsenz und Beschützerhaltung abschreckt, ohne unnötig aggressiv zu sein.
Wie viel Bewegung braucht ein Bullmastiff?
Sein Bedarf ist moderat; tägliche entspannte Spaziergänge genügen, wobei bei Hitze wegen der verkürzten Schnauze Vorsicht geboten ist.
Eignet sich der Bullmastiff für Anfänger?
Eher nicht, denn seine Kraft, sein Eigensinn und sein Schutztrieb verlangen erfahrene, konsequente und ruhige Führung.

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