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Bull Terrier – Elektrostal 1995 year. Dog Bull Terrier. img 003
Bull Terrier – Elektrostal 1995 year. Dog Bull Terrier. img 004Bull Terrier – Bull Terrier Mural (Elalfil Lalone, 2015)
📷 Dmitry Makeev (CC BY-SA 4.0) · Dmitry Makeev (CC BY-SA 4.0) · Daniel Capilla (CC BY-SA 4.0) · Wikimedia Commons

Bull Terrier

FCI 3 · Nr. 11
Mit seinem unverwechselbaren ei-förmigen Kopf und den dreieckigen Augen ist der Bull Terrier eine der markantesten Hunderassen überhaupt. Hinter dem kraftvollen Körper und dem entschlossenen Blick steckt ein verspielter Clown mit grossem Herz – ein Hund, der Konsequenz, Führung und viel Zuwendung braucht. In mehreren Schweizer Kantonen ist er bewilligungspflichtig.
Grösse
Mittel
Widerristhöhe
45–55 cm
Gewicht
~22–38 kg
Lebenserwartung
~11–14 Jahre
Fell
Kurz, hart, glänzend
Herkunft
Grossbritannien (England)
FCI
FCI 3 · Nr. 11

🧠 Wesen & Charakter

Der Bull Terrier ist mutig, ausgeglichen und ausgesprochen verspielt – nicht umsonst gilt er als «Clown» unter den Hunden. Zugleich ist er stur und temperamentvoll und besitzt einen hohen Beutetrieb, weshalb er liebevolle Konsequenz, klare Regeln und gute Sozialisierung braucht. Er ist sehr menschenbezogen und anhänglich und verträgt schlecht, viel allein gelassen zu werden. Gegenüber anderen Hunden und Kleintieren ist Vorsicht geboten, mit gut geführter Sozialisierung kann er aber ein umgänglicher Begleiter sein.

📜 Herkunft & Geschichte

Der Bull Terrier entstand Mitte des 19. Jahrhunderts in England, als man Bulldoggen mit inzwischen ausgestorbenen Terriern kreuzte, um einen wendigen, kräftigen Hund für Hundekämpfe und die Rattenjagd zu schaffen. Der Hundefreund James Hinks verfeinerte den Typ um 1860 und züchtete den eleganten, ganz weissen «Weissen Kavalier», aus dem der moderne Bull Terrier hervorging. Nach dem Verbot der Tierkämpfe wandelte er sich zum Ausstellungs- und Begleithund, wobei sich der markante, konvex gebogene Kopf herausbildete. Heute ist er ein reiner Familien- und Begleithund mit unverwechselbarem Erscheinungsbild.

✂️ Pflege, Haltung & Erziehung

Das kurze, harte und glänzende Fell des Bull Terriers ist sehr pflegeleicht und braucht nur gelegentliches Bürsten; er haart mässig, vor allem im Fellwechsel. Wichtiger als Fellpflege ist die körperliche und geistige Auslastung: Er braucht täglich zügige Spaziergänge, Spiel und Aufgaben, die ihn fordern, sonst kann er zu Zerstörungswut oder Zwangsverhalten neigen. Als kräftiger, sturer Hund braucht er von Anfang an konsequente, positive Erziehung und frühe, gründliche Sozialisierung. Seine helle Haut ist sonnenempfindlich, weshalb weisse Bull Terrier vor starker Sonne geschützt werden sollten.

🩺 Gesundheit

Beim Bull Terrier sind mehrere ernst zu nehmende Erbkrankheiten bekannt, allen voran die Taubheit, die besonders bei rein weissen Tieren vorkommt und per BAER-Test überprüft werden kann. Ebenso wichtig sind Herzerkrankungen (v.a. Mitralklappenprobleme) und die erbliche Nierenentzündung (Nephritis), die unbehandelt zu Nierenversagen führen kann. Hinzu kommen Hautprobleme und Allergien sowie beim Miniatur-Bull-Terrier die primäre Linsenluxation. Seriöse Züchter lassen Herz, Nieren (mittels UPC-Test) und Gehör untersuchen und wählen nur gesunde Elterntiere aus; die Lebenserwartung liegt bei etwa elf bis vierzehn Jahren.

🏡 Für wen ist die Rasse geeignet?

Der Bull Terrier ist ein Hund für erfahrene, konsequente Halter, die viel Zeit, Zuwendung und klare Führung mitbringen und ihn nicht als reinen Status- oder Wachhund halten. Er kann ein wunderbarer Familienhund sein, braucht aber sorgfältige Sozialisierung und Aufsicht im Umgang mit kleinen Kindern und anderen Tieren. Für die Wohnung ist er bei ausreichender Auslastung geeignet, da er zu Hause eher ruhig ist, doch die enge Bindung an den Menschen macht viel gemeinsame Zeit unerlässlich. In der Schweiz ist unbedingt die kantonale Rechtslage zu beachten, da er vielerorts bewilligungspflichtig ist und teils Auflagen wie Sachkundenachweis oder Leinen- und Maulkorbpflicht gelten.

❓ Häufige Fragen

Ist der Bull Terrier in der Schweiz erlaubt?
Das hängt vom Kanton ab: In mehreren Kantonen gilt er als Listenhund und ist bewilligungspflichtig oder mit Auflagen belegt. Vor der Anschaffung sollte man sich unbedingt bei den kantonalen Behörden erkundigen.
Ist der Bull Terrier ein aggressiver Hund?
Nein, ein gut sozialisierter und konsequent erzogener Bull Terrier ist verspielt, menschenfreundlich und ausgeglichen. Wie bei jedem kräftigen Hund sind Erziehung, Sozialisierung und verantwortungsvolle Haltung entscheidend.
Warum sind weisse Bull Terrier häufiger taub?
Das mit der weissen Fellfarbe verbundene Gen kann die Entwicklung des Innenohrs beeinträchtigen. Seriöse Züchter lassen Welpen daher per BAER-Test auf Taubheit untersuchen.

🏅 Rasseklub & Züchter finden

Rasseklub im SKG-Verzeichnis finden ↗
🐾 Seriöse Züchter und Welpen findest du über den offiziellen Rasseklub — die SKG listet die zuständigen Klubs, die wiederum geprüfte Züchter führen.