HomeRassen-Wiki › Basset Fauve de Bretagne
← Zurück zur Übersicht
Basset Fauve de Bretagne – La Bourbansais 05 Basset fauve de Bretagne
Basset Fauve de Bretagne – La Bourbansais 06 Basset fauve de BretagneBasset Fauve de Bretagne – Basset Fauve de Bretagne (male)
📷 Abujoy (CC BY 4.0) · Abujoy (CC BY 4.0) · Baslerfauves (Public domain) · Wikimedia Commons

Basset Fauve de Bretagne

FCI 6 · Nr. 36
Der Basset Fauve de Bretagne ist ein kleiner, drahtiger Laufhund aus der Bretagne mit warmem, fuchsrotem Rauhaar und wachem Blick. Mutig, lebhaft und ausdauernd, vereint dieser kompakte Bretone die Passion eines echten Jägers mit einem eigenwilligen, liebenswerten Charakter.
Grösse
Klein
Widerristhöhe
32–38 cm
Gewicht
10–16 kg
Lebenserwartung
~12–14 Jahre
Fell
Rau, hart, weizen- bis fuchsrot
Herkunft
Frankreich
FCI
FCI 6 · Nr. 36

🧠 Wesen & Charakter

Der Basset Fauve de Bretagne ist mutig, lebhaft und ungemein zäh – ein kleiner Jäger mit grossem Willen und eigenem Kopf. Trotz seiner Tenazität ist er freundlich, fröhlich und anhänglich und bindet sich eng an seine Menschen. Mit Kindern und Artgenossen kommt er meist gut zurecht, sein ausgeprägter Jagdtrieb bleibt aber immer präsent. Seine selbstständige, sture Art macht ihn charmant, verlangt aber Konsequenz und Geduld in der Erziehung.

📜 Herkunft & Geschichte

Der Basset Fauve de Bretagne stammt vom grösseren Griffon Fauve de Bretagne ab, einem alten bretonischen Jagdhund. Aus dessen kurzbeinigeren Vertretern züchtete man einen niederläufigen Hund, der sich besser für die Jagd zu Fuss in dichtem Gestrüpp und schwierigem Gelände eignete. Nach starkem Rückgang im 20. Jahrhundert wurde die Rasse durch engagierte Züchter erfolgreich wiederbelebt. Heute ist der Basset Fauve de Bretagne ein vielseitiger Spür- und Begleithund, der in Frankreich wieder häufiger anzutreffen ist.

✂️ Pflege, Haltung & Erziehung

Das raue, harte Fell des Basset Fauve de Bretagne ist wetterfest und pflegeleicht; regelmässiges Bürsten und gelegentliches Trimmen genügen, um es in Form zu halten. Er braucht viel Bewegung und vor allem geistige Auslastung: Nasenarbeit, Suchspiele und abwechslungsreiche Spaziergänge halten den kleinen Jäger zufrieden. Ohne Beschäftigung neigt er dazu, sich selbst welche zu suchen – meist auf einer Fährte. In der Erziehung braucht er eine motivierende, konsequente Hand, denn sein sturer Charakter lässt sich nicht mit Druck führen.

🩺 Gesundheit

Der Basset Fauve de Bretagne ist eine robuste, wetterharte Rasse und wird meist zwölf bis vierzehn Jahre alt. Rassetypische Erbkrankheiten sind selten; am ehesten sollte man auf die Ohren (Entzündungen), die Augen und die Pfoten achten, da er gerne in dichtem Gestrüpp arbeitet. Im Vergleich zu langrückigen Bassets ist sein Körperbau vergleichsweise ausgewogen. Verantwortungsvolle Züchter kontrollieren Augen und Gelenke und achten auf funktionale, arbeitsfähige Hunde.

🏡 Für wen ist die Rasse geeignet?

Der Basset Fauve de Bretagne passt zu aktiven Menschen und Familien, die einen kleinen, robusten Hund mit viel Persönlichkeit und Bewegungsdrang suchen. Er eignet sich dank seiner Grösse auch für eine Wohnung, sofern er täglich ausreichend Auslauf und geistige Beschäftigung bekommt. Für sehr bequeme Anfänger ist er wegen seiner Sturheit und seines Jagdtriebs weniger ideal. In der Schweiz ist er ein charmanter, wetterfester Begleiter für Wanderungen und Nasenarbeit; im Wald sollte er wegen seines Jagdeifers gut gesichert sein.

❓ Häufige Fragen

Muss das Fell des Basset Fauve de Bretagne getrimmt werden?
Ja, das raue Rauhaar profitiert von gelegentlichem Trimmen und regelmässigem Bürsten, bleibt insgesamt aber pflegeleicht.
Ist der Basset Fauve de Bretagne ein guter Wohnungshund?
Ja, seine kompakte Grösse erlaubt Wohnungshaltung, sofern er täglich viel Bewegung und Nasenarbeit erhält.
Wie stur ist diese Rasse wirklich?
Recht stur – er ist ein selbstständiger Jäger, der am besten mit Geduld, Motivation und Konsequenz statt mit Druck erzogen wird.

🏅 Rasseklub & Züchter finden

Rasseklub im SKG-Verzeichnis finden ↗
🐾 Seriöse Züchter und Welpen findest du über den offiziellen Rasseklub — die SKG listet die zuständigen Klubs, die wiederum geprüfte Züchter führen.