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Tiroler Bracke – Tiroler Bracke
Tiroler Bracke – Tiroler Bracke detailTiroler Bracke – Fährtensuche Nasenarbeit im Winter im alter von 9. Mon. (Foto 1.)
📷 Fotting (CC BY-SA 2.0 de) · Fotting (CC BY-SA 2.0 de) · Bracke2011 (CC BY-SA 4.0) · Wikimedia Commons

Tiroler Bracke

FR Brachet tyrolien
FCI 6 · Nr. 68
Die Tiroler Bracke ist eine wetterharte Gebirgsbracke aus Tirol, die auf uralte keltische Laufhunde zurückgeht. Feinnasig, ausdauernd und robust, wurde sie für die vielseitige Jagd im rauen Bergland gezüchtet. Trotz ihrer Jagdpassion ist sie ihren Menschen gegenüber freundlich und anhänglich.
Grösse
Mittel
Widerristhöhe
42–50 cm
Gewicht
15–22 kg
Lebenserwartung
~12–14 Jahre
Fell
Doppelt, rot oder schwarz mit Loh
Herkunft
Österreich (Tirol)
FCI
FCI 6 · Nr. 68

🧠 Wesen & Charakter

Die Tiroler Bracke ist ausdauernd, wetterhart und ausgesprochen feinnasig, mit einem ausgeprägten Spursinn. Auf der Fährte arbeitet sie eigenständig und passioniert, im Haus zeigt sie sich freundlich, anhänglich und gutmütig. Sie ist intelligent und lernfähig, folgt ihrer Nase aber mit grosser Hingabe. Fremden begegnet sie meist aufgeschlossen, ohne aufdringlich zu sein.

📜 Herkunft & Geschichte

Die Tiroler Bracke stammt von den keltischen Bracken ab, die schon in der Antike in den Alpen jagten. Im 19. Jahrhundert wurde die Rasse gezielt in Tirol gefestigt; ein erster Standard entstand 1896, die offizielle Anerkennung folgte 1908. Gezüchtet wurde sie für die anspruchsvolle Jagd im Gebirge, auf Hase, Fuchs und Schalenwild. Bis heute ist sie in ihrer Heimat ein geschätzter Jagdgebrauchshund geblieben.

✂️ Pflege, Haltung & Erziehung

Das dichte, oft rauhaarige Fell der Tiroler Bracke ist wetterfest und pflegeleicht; regelmässiges Bürsten genügt. Als Gebirgsjäger hat sie einen sehr hohen Bewegungsbedarf und braucht ausgiebige Ausflüge in Wald und Berg. Nasen- und Fährtenarbeit ist die beste geistige Auslastung für diesen passionierten Spurhund. Sie ist lernwillig, ihr Rückruf will jedoch früh und geduldig aufgebaut werden, denn die Nase führt oft Regie.

🩺 Gesundheit

Die Tiroler Bracke ist eine robuste, wetterharte Rasse mit einer Lebenserwartung von etwa zwölf bis vierzehn Jahren. Schwere Erbkrankheiten sind selten, vereinzelt kommt jedoch Hüftdysplasie vor. Bei den langen Hängeohren lohnt eine regelmässige Ohrenkontrolle, um Entzündungen vorzubeugen. Verantwortungsvolle Züchter röntgen die Hüften und selektieren auf gesunde, leistungsfähige Tiere.

🏡 Für wen ist die Rasse geeignet?

Die Tiroler Bracke ist ein ausgesprochener Jagdgebrauchshund und fühlt sich in aktiven, naturverbundenen Händen am wohlsten. Für die reine Wohnungshaltung ohne jagdliche oder sportliche Auslastung ist sie ungeeignet. In der Schweiz mit ihren Bergen und Wäldern passt sie ideal zu Jägern und Nachsuchenführern. Wer keinen jagdlichen Bezug hat, sollte für ihren enormen Bewegungs- und Nasenbedarf gleichwertige Alternativen bieten können.

❓ Häufige Fragen

Welche Farben hat die Tiroler Bracke?
Sie kommt in Rot sowie dreifarbig (Schwarz-Rot mit weissen Abzeichen) vor. Beide Varianten sind rassetypisch.
Ist die Tiroler Bracke gut mit Kindern?
Ja, sie ist im Haus freundlich, anhänglich und gutmütig. Wichtig ist, dass ihr hoher Bewegungsbedarf gedeckt wird.
Wofür wird die Tiroler Bracke eingesetzt?
Sie ist eine vielseitige Gebirgsbracke für die Spur- und Schweissarbeit auf Hase, Fuchs und Schalenwild.

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