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Siebenbürger Bracke – Transylvanianhound
Siebenbürger Bracke – Unkarinaktricolor2Siebenbürger Bracke – Unkarinaktricolor1
📷 Canarian (CC BY-SA 4.0) · Canarian (CC BY 4.0) · Canarian (CC BY 4.0) · Wikimedia Commons

Siebenbürger Bracke

FR Chien courant de Transylvanie · IT Segugio della Transilvania
FCI 6 · Nr. 241
Die Siebenbürger Bracke, auch Erdélyi kopó genannt, ist Ungarns alter, wetterharter Jagdhund aus den Karpaten. Über Jahrhunderte begleitete sie Jäger und Adelige bei der Jagd auf Grosswild in den rauen Bergwäldern Siebenbürgens. Mutig, zäh und ausgeglichen, verkörpert sie eine tief in der ungarischen Kultur verwurzelte Rasse.
Grösse
Gross
Widerristhöhe
55–65 cm
Gewicht
25–35 kg
Lebenserwartung
~12–14 Jahre
Fell
Kurz, dicht; schwarz mit lohfarbenen Abzeichen
Herkunft
Ungarn (Siebenbürgen)
FCI
FCI 6 · Nr. 241

🧠 Wesen & Charakter

Die Siebenbürger Bracke ist mutig, zäh und ausdauernd, dabei ausgeglichen und gutmütig im Umgang mit ihrer Familie. Sie ist selbstständig und wetterhart, arbeitet auch in schwierigem Gelände zuverlässig und beharrlich. Zu Hause zeigt sie sich ruhig, treu und anhänglich, gegenüber Fremden aufmerksam, aber nicht übermässig scharf. Ihr Jagd- und Spürtrieb ist ausgeprägt und will befriedigt werden.

📜 Herkunft & Geschichte

Die Siebenbürger Bracke ist eine der ältesten mitteleuropäischen Jagdhundrassen und wurde bereits im Mittelalter vom ungarischen Adel für die Jagd auf Wildschwein, Bär und Luchs in den Karpaten geschätzt. Historisch gab es einen hochläufigen und einen niederläufigen Typ, wobei der niederläufige praktisch verschwand. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Rasse fast ausgestorben und wurde ab 1968 aus wenigen Tieren wieder aufgebaut; die FCI führt sie unter Nr. 241. Heute gilt sie als lebendiges Kulturerbe Ungarns.

✂️ Pflege, Haltung & Erziehung

Das kurze, dichte und wetterharte Fell der Siebenbürger Bracke ist ausgesprochen pflegeleicht; regelmässiges Bürsten genügt. Als ausdauernder Gebirgsjäger braucht sie sehr viel Bewegung in abwechslungsreichem Gelände sowie fordernde Nasenarbeit. Sie ist intelligent und selbstständig, folgt auf der Spur aber konsequent ihrem Instinkt, weshalb geduldiges Rückruftraining und ein gesichertes Umfeld wichtig sind. Ihre Robustheit macht sie unempfindlich gegen Wetter und Kälte.

🩺 Gesundheit

Die Siebenbürger Bracke ist eine robuste, wetterharte Rasse mit einer Lebenserwartung von etwa zwölf bis vierzehn Jahren und ohne stark ausgeprägte Erbkrankheiten. Da die heutige Population aus wenigen Ahnen wieder aufgebaut wurde, achten seriöse Züchter besonders auf genetische Vielfalt und sorgfältige Verpaarungen. Wie bei allen Bracken sind die Hängeohren regelmässig zu kontrollieren und nach der Jagd Verletzungen und Zecken zu beachten. Insgesamt ist der Erdélyi kopó eine solide, natürlich gesunde Arbeitsrasse.

🏡 Für wen ist die Rasse geeignet?

Die Siebenbürger Bracke ist ein ausgesprochener Jagd- und Arbeitshund und passt am besten zu aktiven, naturverbundenen Menschen, idealerweise mit Bezug zur Jagd. In einem aktiven, ländlichen Zuhause mit viel Auslauf kann sie dank ihres ausgeglichenen Wesens ein treuer Familienhund sein. Für eine reine Stadtwohnung ohne Auslastung ist sie ungeeignet. In der Schweiz ist der Erdélyi kopó sehr selten und fast nur bei jagdlich interessierten Haltern zu finden.

❓ Häufige Fragen

Was bedeutet der Name Erdélyi kopó?
Er ist der ungarische Name der Siebenbürger Bracke und bedeutet sinngemäss «Bracke aus Siebenbürgen» (Transsilvanien).
War die Siebenbürger Bracke einmal fast ausgestorben?
Ja, nach dem Zweiten Weltkrieg war der Bestand extrem klein; ab 1968 wurde die Rasse aus wenigen Tieren wieder aufgebaut.
Wofür wurde die Rasse historisch genutzt?
Für die Jagd auf Grosswild wie Wildschwein, Bär und Luchs sowie auf Hase in den Karpaten.

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