HomeRassen-Wiki › Islandhund
← Zurück zur Übersicht
Islandhund – Icelandicsheepdog longhair2
Islandhund – Icelandicsheepdog shorthairIslandhund – Icelandicsheepdog shorthair female
📷 Canarian (CC BY-SA 4.0) · Canarian (CC BY-SA 4.0) · Tiipahvi (CC BY 4.0) · Wikimedia Commons

Islandhund

FR Chien de berger islandais · IT Cane da pastore islandese
FCI 5 · Nr. 289
Der Islandhund ist die einzige einheimische Hunderasse Islands – ein fröhlicher, mittelgrosser Hüte-Spitz, der seit der Zeit der Wikinger Schafe und Pferde treibt. Mit seinem freundlichen «Lächeln» und seinem lebhaften Wesen ist er ein herzerwärmender Begleiter.
Grösse
Klein bis mittel
Widerristhöhe
42–46 cm
Gewicht
~9–14 kg
Lebenserwartung
~12–14 Jahre
Fell
Doppelt, kurz oder lang; verschiedene Farben
Herkunft
Island
FCI
FCI 5 · Nr. 289

🧠 Wesen & Charakter

Der Islandhund ist fröhlich, freundlich und ausgesprochen lebhaft, dabei sehr anhänglich und aufmerksam. Er ist ein geselliger Familienhund, der Kinder liebt und sich meist gut mit anderen Hunden versteht. Typisch ist seine Bellfreudigkeit – als Hütehund lernte er, Vögel und Gefahren lautstark zu melden. Er sucht die Nähe seiner Menschen und arbeitet begeistert mit.

📜 Herkunft & Geschichte

Der Islandhund kam mit den Wikingern im 9. Jahrhundert nach Island und blieb dort über tausend Jahre nahezu unverändert. Er trieb und hütete Schafe, Pferde und Rinder in der rauen Landschaft und war für die Bauern unentbehrlich. Im 20. Jahrhundert stand die Rasse mehrfach kurz vor dem Aussterben; gezielte Zuchtbemühungen sicherten ihren Fortbestand.

✂️ Pflege, Haltung & Erziehung

Der Islandhund tritt in einer kurz- und einer langhaarigen Variante auf, beide mit dichtem, wetterfestem Doppelhaar, das regelmässiges Bürsten braucht. Als aktiver Hütehund benötigt er viel Bewegung, Spiel und geistige Beschäftigung, um ausgeglichen zu sein. Er ist klug, lernwillig und leicht zu motivieren, weshalb er im Hundesport wie Agility oder Obedience glänzt. An seiner Bellneigung sollte von klein auf gearbeitet werden.

🩺 Gesundheit

Der Islandhund ist im Allgemeinen eine gesunde, langlebige Rasse mit rund 12 bis 14 Jahren Lebenserwartung. Vorkommen können Hüft- und Patellaprobleme sowie Katarakt und andere Augenerkrankungen. Da die Rasse aus einer kleinen Population stammt, achten verantwortungsvolle Züchter besonders auf genetische Vielfalt und lassen Hüften, Knie und Augen untersuchen. So bleibt der Islandhund die robuste Rasse, als die er bekannt ist.

🏡 Für wen ist die Rasse geeignet?

Der Islandhund ist ein wunderbarer Familienhund für aktive Menschen, die gerne Zeit draussen verbringen. Dank seines freundlichen, gelehrigen Wesens eignet er sich auch für aufgeschlossene Anfänger. Er lebt am liebsten mitten in der Familie und sollte nicht viel allein bleiben; ein Haus mit Garten kommt ihm entgegen, doch bei genügend Auslauf ist auch eine Wohnung möglich. Seine Bellfreudigkeit sollte bei enger Nachbarschaft bedacht werden.

❓ Häufige Fragen

Bellt der Islandhund viel?
Ja, als ursprünglicher Hütehund ist er recht bellfreudig; mit früher, konsequenter Erziehung lässt sich das Bellen aber gut steuern.
Ist der Islandhund ein guter Familienhund?
Ja, er ist fröhlich, kinderlieb und anhänglich und gilt als einer der umgänglichsten Hütespitze für Familien.
Wie viel Bewegung braucht ein Islandhund?
Er ist aktiv und braucht täglich ausgiebige Spaziergänge sowie geistige Beschäftigung, kommt aber ohne extreme Auslastung aus.

🏅 Rasseklub & Züchter finden

Rasseklub im SKG-Verzeichnis finden ↗
🐾 Seriöse Züchter und Welpen findest du über den offiziellen Rasseklub — die SKG listet die zuständigen Klubs, die wiederum geprüfte Züchter führen.