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📷 Otto Bache (CC0) · Pleple2000 (CC BY-SA 3.0) · Pleple2000 (CC BY-SA 3.0) · Wikimedia Commons

Broholmer

FCI 2 · Nr. 315
Der Broholmer ist ein gutmütiger dänischer Molosser mit ruhigem, ausgeglichenem Wesen und stattlicher Erscheinung. Einst als Wach- und Hofhund geschätzt, wäre er beinahe ausgestorben und wird heute wieder als sanfter, würdevoller Begleiter gezüchtet.
Grösse
Sehr gross
Widerristhöhe
65–75 cm
Gewicht
40–70 kg
Lebenserwartung
~8–11 Jahre
Fell
Kurz und dicht mit Unterwolle; gelb, goldrot oder schwarz.
Herkunft
Dänemark
FCI
FCI 2 · Nr. 315

🧠 Wesen & Charakter

Der Broholmer ist ruhig, freundlich und gutmütig, dabei aber aufmerksam und ein zuverlässiger Wächter mit sicherem Auftreten. Seiner Familie gegenüber ist er anhänglich und ausgeglichen, Fremden begegnet er gelassen und selbstsicher statt nervös oder scharf. Sein selbstbewusstes, würdevolles Wesen geht mit einer angenehmen Ruhe einher, die ihn zu einem unkomplizierten Hausgenossen macht. Mit Kindern ist er meist geduldig und sanft, und auch mit anderen Hunden versteht er sich in der Regel gut. Er ist kein hektischer Hund, sondern ein besonnener Riese mit stabilem Nervenkostüm.

📜 Herkunft & Geschichte

Der Broholmer ist eine alte dänische Rasse, die ihren Namen dem Gut Broholm und dem Grafen Sehested verdankt, der sich im 19. Jahrhundert um ihre Zucht verdient machte. Traditionell diente er als Wach- und Hofhund auf Herrenhäusern und Bauernhöfen. Nach den Weltkriegen war die Rasse fast verschwunden, bis engagierte Liebhaber und der dänische Kennelclub sie ab den 1970er-Jahren aus wenigen verbliebenen Tieren wieder aufbauten. Heute ist der Broholmer wieder etabliert, bleibt aber ausserhalb Dänemarks selten.

✂️ Pflege, Haltung & Erziehung

Das kurze, dichte Fell ist sehr pflegeleicht; regelmässiges Bürsten genügt, im Fellwechsel etwas häufiger. Der Broholmer hat einen moderaten Bewegungsbedarf und ist mit täglichen Spaziergängen und gemütlichen Ausflügen zufrieden – er ist eher ruhig als sportlich getrieben. Als kluger, gelassener Hund lässt er sich mit freundlicher, konsequenter Erziehung gut führen und schätzt klare Regeln. In der Wachstumsphase sollten Belastung und Fütterung dem grossen Körperbau angepasst werden, um die Gelenke zu schonen.

🩺 Gesundheit

Der Broholmer hat eine Lebenserwartung von rund acht bis elf Jahren und gilt dank sorgfältiger Wiederaufbauzucht als recht robust. Wie bei allen grossen und schweren Rassen sind Hüftgelenksdysplasie und die lebensgefährliche Magendrehung die wichtigsten Themen. Da die Rasse aus einer kleinen Gründerpopulation stammt, legen verantwortungsvolle Züchter besonderen Wert auf genetische Vielfalt und geröntgte, gesunde Elterntiere. Halterinnen und Halter sollten Übergewicht vermeiden und die Warnzeichen einer Magendrehung kennen.

🏡 Für wen ist die Rasse geeignet?

Der Broholmer eignet sich für Familien und Menschen mit Platz, die einen ruhigen, gutmütigen Riesen mit Wachanlagen suchen. Dank seines gelassenen Wesens ist er auch für gutinformierte Ersthalter denkbar, sofern sie die Grösse, die Kosten und den Platzbedarf realistisch einschätzen. Ein Haus mit Garten passt besser zu ihm als eine kleine Stadtwohnung, und er möchte eng bei seiner Familie leben. Als seltene, aber angenehme Rasse belohnt er verantwortungsvolle Halter mit Treue, Ruhe und stabilem Nervenkostüm.

❓ Häufige Fragen

Ist der Broholmer ein guter Familienhund?
Ja, sein ruhiges, gutmütiges Wesen und seine Geduld mit Kindern machen ihn zu einem angenehmen Familienhund, der aber viel Platz braucht.
Wie viel Bewegung braucht ein Broholmer?
Sein Bewegungsbedarf ist moderat; tägliche Spaziergänge und ruhige Ausflüge genügen dem eher gelassenen Riesen.
Ist der Broholmer selten?
Ja, die Rasse wäre fast ausgestorben und ist trotz erfolgreicher Wiederaufbauzucht ausserhalb Dänemarks bis heute selten.

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