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Berger Picard – BergerPicard
Berger Picard – Berger PicardBerger Picard – Femelle Berger Picard
📷 Leanam (Public domain) · Shana (CC0) · Peyot (CC BY-SA 3.0) · Wikimedia Commons

Berger Picard

IT Pastore della Piccardia
FCI 1 · Nr. 176
Der Berger Picard ist ein struppiger, uriger Franzose mit charmantem Blick und aufrecht getragenen Ohren – ein mittelgrosser bis grosser Hütehund aus der Picardie. Sein natürliches, ungekünsteltes Aussehen und sein lebhaftes Wesen machen ihn zu einem echten Original.
Grösse
Gross
Widerristhöhe
M 60–65 · F 55–60 cm
Gewicht
23–32 kg
Lebenserwartung
~12–13 Jahre
Fell
Mittellang, rau und hart, mit Bart und Augenbrauen
Herkunft
Frankreich (Picardie)
FCI
FCI 1 · Nr. 176

🧠 Wesen & Charakter

Der Berger Picard ist lebhaft, sensibel und selbstbewusst. Er ist anhänglich, wachsam und eng mit seiner Familie verbunden, gegenüber Fremden aber eher zurückhaltend. Als kluger, eigenständiger Hund lernt er gerne, hinterfragt aber auch – er braucht liebevolle Konsequenz statt Härte. Mit seinem Humor und seiner Verbundenheit ist er ein unterhaltsamer, treuer Begleiter.

📜 Herkunft & Geschichte

Der Berger Picard zählt zu den ältesten französischen Hütehunden und war vor allem in der nordfranzösischen Picardie zum Treiben von Schafen und Rindern im Einsatz. Trotz seiner langen Geschichte blieb er stets ein bäuerlicher Gebrauchshund abseits der grossen Ausstellungen. Nach den beiden Weltkriegen stand die Rasse mehrfach kurz vor dem Aussterben. Erst engagierte Liebhaber bauten den Bestand wieder auf, dennoch ist der Picard bis heute selten geblieben.

✂️ Pflege, Haltung & Erziehung

Das mittellange, raue und harte Fell mit Bart und Augenbrauen ist erfreulich pflegeleicht: Gelegentliches Bürsten genügt, gebadet wird nur selten. Wichtiger ist die Auslastung, denn der Berger Picard ist ein aktiver Hütehund mit gutem Bewegungsbedarf. Lange Spaziergänge, Wanderungen und Hundesport wie Agility oder Fährten halten ihn zufrieden. Da er sensibel und mitdenkend ist, gelingt die Erziehung am besten über Motivation und faire Führung.

🩺 Gesundheit

Der Berger Picard gilt als überwiegend robuste Rasse mit einer Lebenserwartung von rund 12 bis 13 Jahren. Gelegentlich treten Hüftdysplasie sowie die progressive Netzhautatrophie (PRA) auf, die zur Erblindung führen kann. Seriöse Züchter röntgen die Hüften und lassen die Augen untersuchen beziehungsweise nutzen DNA-Tests. Dank des kleinen, ursprünglichen Genpools ist die Rasse insgesamt wenig überzüchtet.

🏡 Für wen ist die Rasse geeignet?

Der Berger Picard passt zu aktiven Menschen und Familien, die einen ursprünglichen, sensiblen Hütehund schätzen und ihm Bewegung sowie enge Einbindung bieten. Für sehr ruhige Halter oder als reiner Wohnungshund ohne Programm ist er weniger geeignet. Mit älteren Kindern versteht er sich gut, sofern die Familie aktiv ist. In der Schweiz ist er selten, weshalb sich Interessierte auf Wartezeiten bei seriösen Züchtern einstellen sollten.

❓ Häufige Fragen

Ist der Berger Picard ein Anfängerhund?
Mit Engagement ja, denn er ist sensibel und lernwillig – seine Eigenständigkeit erfordert aber Geduld und faire Konsequenz.
Wie aufwändig ist die Fellpflege beim Picard?
Gering – das raue Fell braucht nur gelegentliches Bürsten und selten ein Bad.
Warum ist der Berger Picard so selten?
Die Rasse stand nach den Weltkriegen mehrfach vor dem Aussterben und wird bis heute nur in kleiner Zahl gezüchtet.

🏅 Rasseklub & Züchter finden

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🐾 Seriöse Züchter und Welpen findest du über den offiziellen Rasseklub — die SKG listet die zuständigen Klubs, die wiederum geprüfte Züchter führen.