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Bergamasker – Bergamasco sheepdog merle Paola
Bergamasker – Bergamasco sheepdog merle Paola fullBergamasker – Crufts 2019 NEC, Birmingham 08 March 2019
📷 Towncommon (CC BY-SA 4.0) · Towncommon (CC BY-SA 4.0) · adam w (CC BY 2.0) · Wikimedia Commons

Bergamasker

FR Berger de Bergame · IT Cane da pastore bergamasco
FCI 1 · Nr. 194
Der Bergamasker ist der zottelige Alpenhüter mit dem unverwechselbaren Flockenfell – ein grosser, ruhiger Hirtenhund aus den Bergamasker Alpen. Sein einzigartiges, zu Platten verfilztes Haarkleid macht ihn zu einer der ungewöhnlichsten Erscheinungen unter den Hütehunden.
Grösse
Gross
Widerristhöhe
M 58–62 cm · F 54–58 cm
Gewicht
M 32–38 kg · F 26–32 kg
Lebenserwartung
~12–14 Jahre
Fell
Langes, filziges Fell in charakteristischen Haarplatten (Flocken)
Herkunft
Italien (Bergamasker Alpen)
FCI
FCI 1 · Nr. 194

🧠 Wesen & Charakter

Der Bergamasker ist ruhig, aufmerksam und bemerkenswert selbstständig – Eigenschaften, die ihn über Jahrhunderte als eigenverantwortlichen Hirtenhund auszeichneten. Er bindet sich eng an seine Familie, beobachtet sein Umfeld aufmerksam und ist von Natur aus wachsam. Fremden begegnet er zurückhaltend, ohne aggressiv zu sein. Sein ausgeglichenes, geduldiges Wesen macht ihn zu einem angenehmen, aber durchaus eigenwilligen Begleiter.

📜 Herkunft & Geschichte

Der Bergamasker stammt aus den italienischen Alpen rund um Bergamo, wo er über Jahrhunderte Schafherden hütete und vor Raubtieren schützte. Als Hirtenhund musste er selbstständig denken und auch bei Wind und Wetter im Hochgebirge arbeiten. Sein charakteristisches Flockenfell entstand als natürlicher Schutz gegen Kälte, Nässe und Angriffe. Nach dem Rückgang der Wanderschäferei wäre die alte Rasse fast verschwunden, wird heute aber von Liebhabern erhalten.

✂️ Pflege, Haltung & Erziehung

Die Fellpflege des Bergamaskers ist einzigartig: Aus seinen drei Haartypen bilden sich mit der Zeit die typischen Flocken, die von Hand geteilt, aber nicht gebürstet werden. Ist das Fell einmal ausgebildet, ist der Pflegeaufwand überraschend gering. Bewegungsmässig ist der Bergamasker ausdauernd, aber nicht hektisch – lange Spaziergänge und Wanderungen genügen ihm. Als kluger, selbstständiger Hund lernt er gut, wenn Training abwechslungsreich und respektvoll ist.

🩺 Gesundheit

Der Bergamasker gilt als besonders robuste und langlebige Rasse mit einer Lebenserwartung von rund 12 bis 14 Jahren. Ernsthafte Erbkrankheiten sind selten; gelegentlich tritt wie bei vielen grösseren Rassen Hüftdysplasie auf. Dank des ursprünglichen, arbeitsorientierten Genpools ist die Rasse wenig überzüchtet. Seriöse Züchter röntgen dennoch die Hüften und achten auf gesunde Augen.

🏡 Für wen ist die Rasse geeignet?

Der Bergamasker passt zu ruhigen, geduldigen Menschen und Familien, die seine Selbstständigkeit schätzen und ihm mit Respekt begegnen. Er ist ein guter Familienhund, der sich mit Kindern gut versteht und keine hektische Dauerbeschäftigung braucht. Für ein Leben in einem Haus mit Garten oder auf dem Land ist er ideal, mit ausreichend Bewegung kommt er aber auch anderswo zurecht. In der Schweiz ist er selten, sein alpiner Ursprung macht ihn für Berg- und Wanderfreunde jedoch besonders interessant.

❓ Häufige Fragen

Muss man das Flockenfell des Bergamaskers bürsten?
Nein, die typischen Flocken werden von Hand geteilt und gepflegt, aber nicht gebürstet – sonst würden sie sich auflösen.
Ist der Bergamasker ein guter Familienhund?
Ja, sein ruhiges, geduldiges und kinderfreundliches Wesen macht ihn zu einem angenehmen Begleiter für Familien.
Braucht der Bergamasker viel Bewegung?
Er ist ausdauernd, aber nicht hyperaktiv – lange Spaziergänge und Wanderungen reichen ihm meist völlig.

🏅 Rasseklub & Züchter finden

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